LWL-Psychiatriekongress am 15.09.2010 in Münster

Psychiatriekongress: ''Standardisierungen in der Psychiatrie - Wirkung und Nebenwirkung''

Zum Programmflyer

Die psychiatrische Versorgung im Spannungsfeld zwischen steigendem Bedarf und Ressourcenknappheit wird in den nächsten Jahren gekennzeichnet sein durch grundlegende strukturelle Veränderungen.

So wird die Zahl der psychischen Erkrankungen weiter steigen und demografisch bedingt auch die Anzahl betagter und hochbetagter Menschen. Damit verbunden ist ein grundlegend höherer Bedarf und eine stärkere Nachfrage nach wohnortnahen Hilfsangeboten. Diesem Bedarf stehen geringere personelle und finanzielle Ressourcen gegenüber. Insbesondere in ländlichen Regionen ist der Ärztemangel zu nennen mit der Folge, dass eine flächendeckende wohnortnahe psychiatrische Versorgung gefährdet sein kann.

Die grundlegende Herausforderung besteht in der Anpassung der Versorgungsstrukturen (Prozesse, Netzwerke, Leistungsangebote, Gebäudestrukturen, etc.) an die geänderten Rahmenbedingungen. Um auch künftig eine flächendeckende, sektorenübergreifende Versorgung gewährleisten zu können, sind entsprechend innovative und effiziente Strukturen erforderlich. So soll ein höherer Grad an Standardisierung auf Leistungs- und Vergütungsseite eine Qualitäts- und Effizienzsteigerung bewirken.

Im Fokus der Fachtagung „Standardisierungen in der Psychiatrie - Wirkung und Nebenwirkung“ des LWL-PsychiatrieVerbundes Westfalen stehen Ansätze, Methoden und Fragestellungen, die mit der Einführung des neuen Entgeltsystems und den Behandlungspfaden im ambulanten und stationären psychiatrischen Versorgungssystem einhergehen.

Mit dieser Fachtagung möchten wir Sie einladen, Möglichkeiten und Grenzen von Behandlungspfaden zu diskutieren. Im Rahmen eines Workshops besteht die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über bereits entwickelte Behandlungspfade in der psychiatrischen Krankenhausbehandlung zu erhalten.